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    Archived pages: 128 . Archive date: 2013-10.

  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home
    Descriptive info: .. zur Startseite.. Universum Magazin.. Land der Berge.. Winterspass.. Bike & Trek.. Laufsport Marathon.. Fertighausträume.. Sportzeitung.. Sitemap.. Seite drucken.. Aktuelle Ausgabe 6/2013.. Grüner Veltliner ab 13%.. NÖ Zweigelt-Cup.. Sauvignon Blanc.. Weinreise: Österreichs Winzersekte.. Verkostung Riesling 2012.. VINARIA Wein News.. Vinarium: Fête blanche.. Weinwissen: Bioregulatoren.. Die sommerliche Hitze konnte im Weinjahr 2012 für Stress sorgen.. Bewässerung und richtiges Laubmanagement waren hierfür ein probates Gegenmittel.. Viele Winzer haben ihre gute Hand für derartige Herausforderungen bewiesen und 2012 große Veltliner herausgebracht.. Im Spitzenfeld gaben Mr.. Veltliner Bernhard Ott und einige Wachauer Topbetriebe den Ton an.. weiter.. Niederösterreichs rotes Aushängeschild im Rampenlicht.. Die Stars kommen diesmal aus dem Kamptal, Kremstal und der Thermenregion, gefolgt von Zweigelt aus dem Weinviertel, Carnuntum und Wagram.. Seit Jahren gibt die Steiermark den Ton an, wenn es um Sauvignon Blanc made in Austria geht.. Doch selten zuvor zeigte sich das südlichste Weinbaugebiet Österreichs derart dominant wie anlässlich unserer heurigen Blindverkostung.. Die österreichische Winzersekt-Szene hat eine beachtliche Dimension erreicht, die Qualität  ...   aromatische Sorten wie Riesling galt, gerade im Kabinettbereich.. Gelang das nicht überall, sind doch die besten Vertreter ganz exzellent.. Je höher die Temperaturen, desto leichter das Essen.. Vor allem heimische Süßwasserfische passen bestens zur Sommerküche.. Ein Fall für Johann Schmutzer vom Gasthaus Schmutzer in Winzendorf: der junge Küchenchef kreierte Gerichte mit Bodenhaftung und internationalen Ideen.. Wir probierten, welche Weißweine sich dazu wie ein Fisch im Wasser fühlen, vom rassigen Welschriesling bis zum Riesling mit Restsüße.. Wäre es nicht wunderbar, in einem Aufwaschen die Traubenfäulnis zu bekämpfen und gleichzeitig den Ertrag zu regulieren? Moderne Bioregulatoren kommen diesem Ziel schon recht nahe.. Vinaria Suche.. Login.. Registrieren.. Weinsuche.. Winzersuche.. Merkliste.. mehr.. La Cage aux Cé.. pages.. Die Welt des Weins ist längst völlig Rebsorten-zentriert.. Als vor etwa einem halben Jahrhundert die Winzer im Elsass und in Kalifornien begonnen hatten, auch ihre Topweine regel mäßig als Riesling oder Gewürztraminer, Cabernet Sauvignon oder Pinot Noir zu etikettieren, da war ein solches varietal labeling eine Besonderheit.. Impressum..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home
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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Shop
    Descriptive info: Vinaria WEINGUIDE 2013/14.. JA, ich bestelle den Vinaria WEINGUIDE 2013/14* um 16,90 zzgl.. 2,90 Versandspesen Inland (Versandpauschale Ausland:.. 16,90.. ULLI AMON-JELL Wirtshauskochbuch.. JA, ich bestelle das ULLI AMON-JELL Wirtshauskochbuch um nur 19,90 (statt 35,-) zzgl.. 2,90 Versandkosten Inland (V.. 19,90.. Vinaria Vorteilsangebot Nr.. 1 - ''Edler Smaragdveltliner von Hick''.. JA, ich bestelle das Vinaria Vorteilsangebot Nr.. 1 "Edler  ...   Sieger von Steurer''.. 2 "Zweigeltcup Sieger von Steurer".. Familie Steurer hat mit dem Zwe.. 42,50.. 3 - ''Lustigs erfrischender Sauvignon Blanc''.. 3 "Lustigs erfrischender Sauvignon Blanc".. Das Weingut Lustig aus R.. 44,50.. 4 - ''Animierender Rosé und Veltliner von Strobl''.. JA, ich bestelle das VINARIA Vorteilsangebot Nr.. 4.. "Animierender Rosé und Veltliner von Strobl" Der erfolgreiche Wer.. 60,00..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home
    Descriptive info: Home.. -.. Vinaria Vorteilsangebote.. Vinaria VerkostungsNewsLetter.. Verkostungsformulare.. La Cage aux Cépages.. Weinguide.. Service.. Weindoktor 1/2013.. Gewinnspiel.. Punkte- und Preisschema.. Links.. Abo & Archiv.. Abo-Bestellung.. Einzelheftbestellung.. Shop.. Mediadaten.. Anzeigentarife.. Über LWmedia.. Kontakt..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home, Grüner Veltliner ab 13%
    Descriptive info: Link versenden.. Grüner Veltliner ab 13%.. Substanz mit Zukunft.. Spricht man einen Winzer auf den Weinjahrgang 2012 an, strahlt die Freude über das Ergebnis so kräftig aus dem Gesicht wie damals die Sonne über die Weingärten.. Dabei war manches in dem Jahr grenzwertig wie die fast nicht enden wollende sommerliche Hitzeperiode, die dort wo nicht bewässert werden konnte bzw.. die Reben auf durchlässigen Böden stehen oft zu Trockenproblemen geführt hat.. Das richtige Blatt in der Hand zu haben, war ebenfalls entscheidend: Ein vorausschauendes Laubmanagement war gefragt.. Dort wo zu viel entblättert wurde und die Trauben somit ungeschützt der Sonne ausgesetzt waren, waren unerwünschte Gerbstoffeinträge die Regel was besonders bei den mittelkräftigen Veltlinern ungut in Erscheinung tritt.. Den Jahrgang 2012 musste man sich also hart erarbeiten.. Bereits bei den Veltlinern und Rieslingen bis 12,5 Prozent Alkohol war festzustellen, dass der Riesling hinsichtlich Substanz und Trinkcharme die Nase etwas vorne hat.. Dieser Trend ist derzeit auch bei den kräftigen Sortenvertretern zu bemerken, wenn er sich auch nicht so manifestiert wie bei den Kabinettweinen.. Für einen endgültigen Schluss ist es jedoch zu früh.. Für beide Paradesorten gültig ist jedoch: Sowohl die besten 2012er Veltliner wie auch die Rieslinge haben enormes Entwicklungs- und Lagerpotenzial.. Perfekter Verlauf.. In Feuersbrunn am Wagram, wo Otts Veltliner herkommen, hat 2012 alles gepasst: Bei uns gab es einen ausgewogenen Reifeverlauf und keinen Frost.. Zu feucht sei es natürlich nicht gewesen, aber die Niederschläge waren ausreichend.. Und das gilt umso mehr für jene Veltliner, die vom Löss kommen, denn: Ein Kubikmeter Löss kann zirka 300 Liter Wasser speichern.. Seine Top-Veltiner haben aber auch von der Hanglage profitiert Spiegel und Rosenberg sind seine Top-Lagen am Hengstberg.. Bedingt durch die Seehöhe, gabs im August und September schon kühle Nächte , sagt Ott, und weist auf deren Wichtigkeit für die Aromenausbildung hin.. Wetter, Lagen und Winzergeschick gipfelten in Weinen, die beim Veltliner-Finale für Furore sorgten.. Gewonnen hat Otts Spiegel, eine Richtung Westen ausgerichtete Lösslage, die im oberen Bereich auch Tertiärschotter aufweist, der dem Wein etwas Knackigkeit verleiht.. Doch auch Otts Rosenberg üblicherweise ein Spätstarter zeigt diesmal schon sehr früh seine Klasse auf und belegt dies mit dem dritten Platz beim Finale.. Sein dritter Premiumwein schließlich, der aus der Kamptaler Lage Stein in Engabrunn stammt, ist ebenfalls unter den Top 15 zu finden.. Vom Jahrgang 2012 ist Ott sehr überzeugt er sieht ihn über seinem Vorgänger und auf Augenhöhe mit den tollen Jahrgängen 2006 und 2009.. Wie der Wagram 2012 strahlt, zeigen auch die beiden Wagram-Stars Karl Fritsch aus Oberstockstall und Franz Leth aus Fels, die sich mit ihren Top-Weinen Schlossberg und Scheiben ebenfalls im vorderen Feld platzieren konnten.. Im absoluten Spitzenfeld konnte heuer nur die Wachau mithalten, die Paradeweingüter aus dieser Herkunft waren auch insgesamt tonangebend: 13 Wachauer Weine landeten unter den Top 20.. In den vorderen Rängen finden sich Knoll, Prager, Hirtzberger, Rudi Pichler, Alzinger, Schmelz, und natürlich FX Pichler, sowie Pichler-Krutzler, Högl und Jäger.. Fünf Wachauer befinden sich unter den Top-Ten.. Bester Wachauer ist das Weingut Knoll mit seiner ebenso mächtigen wie eleganten Vinothekfüllung, eine spezielle Riedenselektion der besten Lagen in Loiben.. Hier geht s nicht um die Lagen, sondern um den Wein insgesamt , sagt Emmerich Knoll sen.. die verwendeten Trauben haben alle eine derart hohe Gradation und Reife, dass der Lagencharakter in den Hintergrund tritt.. Knoll: Sie soll sich durch eine hohe Reife  ...   ist 26 Jahre alt.. Die Reben am Gebling sind sogar schon 1968 gepflanzt worden, sagt der erst 33-jährige Winzer.. Das besondere der Parzelle ist auch, dass sie am Gebling außen am Hang liegt, wo viel Donauschotter abgelagert wurde, was zusätzlich Frische und Lebendigkeit mitgibt.. Die zweite Überraschung in den Top-Ten kam ebenfalls aus dem Kremstal.. Rudolf Fritz aus Krems-Thallern punktete mit einer sehr duftigen und schön gerundeten Kremstal-Reserve.. Die Fahne des Kamptals hielt einmal mehr Willi Bründlmayr aus Langenlois hoch, der mit seiner unvergleichlichen Lamm-Reserve ebenfalls in den Top Ten ein Genussfeierwerk zündete.. Hohes Niveau.. Generell war das Niveau bei der Verkostung sehr hoch und die Probe relativ homogen.. Von den 220 getesteten Weinen kamen diesmal einerseits sehr viele ins Finale, und dort gab es immerhin 23 Weine, die 17 Punkte oder mehr hier spricht Vinaria von Herausragenden Weinen mit Tiefgang, Kompexität, Körper und Klasse von der Kostjury erhielten.. Bei den Siegerweinen konnten Otts Spiegel und die Vinothekfüllung von Knoll auch locker und eindrucksvoll die 18 Punkte-Marke überschreiten.. Kompliment.. Aber auch die 15 Punkte-Marke ist eine, auf die die Vinaria genau schaut.. Ab hier aufwärts bescheinigen wir, nach unseren strengen Kostkriterien, Weinen eine überdurchschnittliche Qualität mit Frucht, Substanz und Harmonie.. Hier gilt den Winzern und ihren 2012er Veltlinern Applaus.. Rund 140 Weine haben diese Hürde genommen.. Das sind fast zwei Drittel der angestellten Weine eine Top-Quote, wie wir meinen.. Natürlich hat es leider auch Ausreißer nach unten gegeben.. So mussten einige Weine trotz mehrmaligem Verkosten als unzugänglich und unbeurteilbar ausgeschieden werden.. Hier traf es nicht nur Korkflaschen, sondern auch Weine, die mit Schrauber verschlossen waren.. Auffallend war auch, dass heuer rund 15 Prozent aller Weine als Fassproben eingereicht wurden was natürlich den Hintergrund hat, dass viele Winzer und Winzervereinigungen bewusst ihre Reserveweine erst im Herbst in den Verkauf bringen und somit später füllen.. In Summe war das Bild des Jahrgangschecks der Veltliner aus dem Jahr 2012 ein höchst erfreuliches.. Dank seiner Lebhaftigkeit steht für uns 2012 beim Veltliner etwas über dem hochreifen Jahr 2011.. Ob 2012 letztendlich Riesling oder Veltliner die Nase vorne haben wird, muss man noch offen lassen.. Toplist.. 18,5 Bernhard Ott | Spiegel WG.. 18,2 Knoll | Vinotheksfüllung Smaragd WA.. 17,9 Bernhard Ott | Rosenberg WG.. 17,8 Prager | Achleiten Stockkultur Smaragd WA.. 17,7 Richard Walzer | Gebling KR-R.. 17,6 Hirtzberger | Honivogl Smaragd WA.. 17,5 Rudi Pichler | Wösendorfer Hochrain Smaragd WA.. 17,4 Rudolf Fritz | KR-R.. 17,3 Alzinger | Reserve WA.. 17,3 Bründlmayer | Lamm KA-R.. 17,3 Knoll | Loibenberg Smaragd WA.. 17,3 Schmelz | Steinertal Smaragd WA.. 17,2 Alzinger | Steinertal Smaragd WA.. 17,2 Bernhard Ott | Engabrunner Stein NÖ.. 17,2 F.. X.. Pichler | M Smaragd WA.. 17,2 Pichler-Krutzler | Wunderburg WA.. 17,2 Proidl | Senftenberger Ehrenfels KR_R.. 17,1 Hirtzberger | Rotes Tor Smaragd WA.. 17,1 Josef Högl | Schön alte Parzellen WA.. 17,1 Jäger | Achleiten Smaragd WA.. 17,1 Leth | Scheiben WG.. 17,0 Karl Fritsch | Schlossberg WG.. 17,0 Maria Hick | Glauberkreuz Smaragd WA.. 17,0 Schwarzböck | Vom Flysch WV-R.. 16,9 Kurt Angerer | Eichenstaude NÖ.. 16,9 FJ Gritsch Mauritiushof | Singerriedel Smaragd WA.. 16,9 Jurtschitsch | Lamm KA-R.. 16,9 Fred Loimer | Käferberg KA-R.. 16,9 Nigl | Privat Pellingen KR-R.. 16,9 Schloss Gobelsburg | Lamm KA-R.. 16,9 Tegernseerhof | Loibenberg Smaragd WA.. 16,9 Setzer | 8000 WV-R.. 16,9 Herbert Zillinger | Radikal WV-R.. zurück..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home, NÖ Zweigelt-Cup
    Descriptive info: NÖ Zweigelt-Cup.. Zweigelt Superstar.. Die erfolgreichste und beliebteste rote Rebsorte Österreichs steht am Podest, denn der Vinaria NÖ Zweigelt-Cup startet ins sechste Jahr seines Bestehens und bittet den Zweigelt vulgo Rotburger vor den Vorhang.. Im Fokus stehen jene im Idealfall substanzreichen, mittelkräftigen Vertreter, welche Frucht und Trinkfluss der Sorte in den Vordergrund stellen und ihre Eignung als vergnügliche Speisenbegleiter unterstreichen.. Analog zum Prozedere der vergangenen Jahre wurden auch dieses Jahr die höchstbewerteten Zweigelt der Niederösterreichischen Landesweinprämierung herangezogen, ergänzt um eine Vinaria-Auswahl der besten Produzenten, welche nicht an dieser Prämierung teilgenommen haben.. Überraschender Sieger.. Nach der Verkostung stand ein eindeutiger Sieger fest, nämlich Wein Nummer 63.. Die Aufdeckung der Reihungsliste wie immer wurde natürlich verdeckt verkostet sorgte für Überraschung: Das Weingut Steurer aus Etsdorf im Kamptal überzeugte mit einem schnörkellosen wie trinkanimierenden Zweigelt Alte Reben aus dem Top-Rotweinjahr 2011.. Den zweiten Platz am Siegerpodest erklomm das Weingut Eder aus Gedersdorf/Stratzdorf mit einem duftigen, balancierten Zweigelt Holzgasse.. Platz drei geht in die Thermenregion, der Zweigelt Exklusiv von Johann Gisperg überzeugte einmal mehr mit der richtigen Mischung aus Fruchtdruck und Elegeanz.. Knapp dahinter folgt ein ausgewiesener Zweigeltspezialist, nämlich Christoph Bauer aus Jetzelsdorf, dicht gefolgt von den Weinviertler Kollegen Windisch aus Großengersdorf und Schwarz aus Schrattenberg.. Niederösterreichs Zweigelt-Hochburg Carnuntum konnte sich ebenfalls mit mehreren Weinen unter den Top-20-Weinen behaupten, der beste Carnuntum-Zweigelt kommt diesmal von Johannes Trapl, der nur knapp einen Podestplatz verpasste und sich noch vor den Carnuntiner Mitstreitern Pelzmann, Lukas Markowitsch und Meinrad Markowitsch sowie Auer behaupten konnte.. Die besten Wagramer, die auch im Spitzenfeld aufscheinen, waren die Weingüter Mayer-Hörmann und Waltner.. Vielfältiger Zweigelt.. In der mittelgewichtigen, trinkfreudigen Kategorie sollte der Rotburger vor allem mit präziser Frucht und guter Balance punkten, um qualitativ der Sorte gerecht  ...   Premiumwein, der für sich eine beachtenswerte Performance hingelegt hätte (und an anderer Stelle besser bewertet worden wäre), aber nicht punkten kann, wenn ein unpretiöser, der Zweigeltfrucht verpflichtender Stil gefragt ist.. Viele der verkosteten Weine ließen in puncto Reife und Fruchtausdruck wenig zu wünschen übrig, hingegen waren die doch sehr unterschiedlichen Reifestadien der verkosteten Zweigelt wieder einmal Thema.. So mancher Wein aus 2011 wirkte da kerniger und jugendlicher als ein 2012er.. Qualitativ geben sich beide Jahrgänge beim Zweigelt keine Blöße, viel Frucht und im Idealfall gute Balance zeichnen die gelungenen Weine aus.. Ein Blick auf die Topliste zeigt die qualitative Dominanz der 2011er, die in der Spitze etwas mehr Tiefe und Kernigkeit bieten, 2012 ist sozusagen das etwas schmeichelndere Pendant.. Die meisten Winzer sehen beide Jahrgänge als sehr gut an, so es keine Stressfaktoren durch Trockenheit gegeben hat, war 2012 im Weingarten sogar eine Spur unproblematischer als 2011.. Insgesamt ist der NÖ Zweigelt-Cup 2013 einmal mehr eine positive Leistungsschau der Sorte, mit zwei vollreifen Jahrgängen und vielen empfehlenswerten Weinen.. Die Besten dieses Wettbewerbs bringen den Zweigelt ganz besonders zum Glänzen: Sortentypizität und Trinkfreude, gepaart mit unverwechselbarem Charakter, der nicht nur die Sorte, sondern auch Herkunft und Handschrift des Winzers widerspiegelt.. 1.. Platz Steurer | 2011 Alte Reben.. 2.. Platz Eder | 2011 Holzgasse.. 3.. Platz Gisperg | 2011 Exklusiv.. Bauer Christoph | 2011 Reserve.. Trapl | 2012 Rubin Carnuntum.. Windisch | 2011Holzberg.. Schwarz | 2012 NÖ.. Mayer-Hörmann | 2011 BIQ John.. Pelzmann | 2011 Rubin Carnuntum.. Malteser Ritterorden | 2011 NÖ.. Waltner |2011 Marienberg.. Lukas Markowitsch | 2012 Rubin Carnuntum.. Meinrad Markowitsch | 2012 Rubin Carnuntum.. Johanneshof Reinisch | 2011 Frauenfeld.. Engelbrecht | 2011 Exklusiv.. Karl Fritsch | 2011 Donaulöss.. Auer | 2012 Rubin Carnuntum..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home, Sauvignon Blanc
    Descriptive info: Sauvignon Blanc.. Steirische Dominanz.. Unsere diesjährige Sauvignon Blanc-Verkostung hätte zeitlich kaum besser angesetzt sein können.. Angesichts der beeindruckenden Außentemperaturen zum Zeitpunkt der Hitzewelle freuten wir uns auf fruchtige und frische Weine mit Trinkanimo.. Wir wurden nicht enttäuscht.. Der Großteil der eingereichten Proben hielt, was diese global weit verbreitete Sorte verspricht.. Die Spitzengruppe bereitet Trinkvergnügen auf hohem Niveau, doch auch das breite Mittelfeld wusste zu überzeugen.. Richtiggehend sperrig und abweisend waren nur wenige Kandidaten, was nicht zuletzt an der Witterung der Jahre 2011 und 2012 liegen dürfte, aus welchen sich die Mehrheit der verkosteten Weine rekrutierte.. Qualität Top, Menge Flop.. Mit der Qualität des Jahrganges 2012 sind die Winzer der Alpenrepublik durchwegs sehr zufrieden, nicht wenige sprechen von einem Top-Jahr.. Erich Polz etwa meinte, so viele gesunde Trauben habe er zuletzt 1992 und 1997 gesehen.. Sein Sohn Christoph sieht die vergleichsweise tiefen pH-Werte, die gute Säure und einen angemessenen Zuckergehalt als wichtige Voraussetzungen für einen spannenden, würzigen und gehaltvollen Jahrgang.. Dass die Quantität unter dem langjährigen Durchschnitt blieb, steht auf einem anderen Blatt.. Dabei hatte die Vegetationsperiode so vielversprechend mit einem ruhigen und warmen Frühling begonnen.. Doch schon am Ostermontag zeigte die Natur ihren unberechenbaren Charakter in Form eines starken Frostes.. Noch dicker, vor allem für die Winzer in Niederösterreich, kam es in der Nacht auf den 18.. Mai.. Der extreme Spätfrost schädigte unzählige junge Rebstöcke; auf die Rechnung dieses Temperatursturzes geht der Großteil der Ernteausfälle.. Die Steiermark und das Burgenland wurden weitestgehend verschont.. Im Juli gingen in der Weststeiermark viele Gewitter nieder, welche die Trockenheit, die in den anderen Landesteilen zu Problemen führte, doch deutlich abfederten.. Stellenweise gab es bis zu 300 mm Niederschlag.. Die Kehrseite dieser Medaille: Einige Lagen wurden von bis zu vier Hagelschlägen heimgesucht, was zu ungewollter Ausdünnung und Mehrarbeit bei der Auslese führte.. An der Südsteiermark hingegen zogen schwere Unwetter meist vorbei.. Dafür war es dort recht trocken.. Der warme August brachte die ersehnten Sonnenstunden mit sich, die Photosynthese kam richtig in Schwung, die Reben fanden optimale Bedingungen für die Zuckerbildung.. In der entscheidenden Reifephase stellten sich ungewohnt kühle Nächte ein.. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Jahr 2012 ganz maßgeblich von seinem Vorgänger.. Das kam der Aromatik der Beeren ungemein zugute.. Die Trauben waren durchwegs lockerbeerig, was sich angesichts der Regenschauer gegen Ende der Lese als Segen erwies, weil sie gut abtrockneten und deshalb Fäulnis zu keinem Problem wurde.. Der Nachteil der lockeren Traubenstruktur zeigte sich dann erwartungsgemäß in einer geringeren Erntemenge, die jedoch wegen der ausgesprochen hohen Qualität eher zu verschmerzen war.. Der steirische Weinjahrgang 2012 zeichnet sich durch Dichte und Würze aus, was vor allem beim Sauvignon Blanc wohl kaum von Nachteil ist.. Im Burgenland entspricht die Erntemenge einem Normaljahr, was bedeutet, dass die Mengen deutlich über 2011 lagen.. Zudem erlaubte schönes Lesewetter ein stressfreies Arbeiten.. Die Trauben waren gesund und ermöglichten ungewöhnlich fruchtige und gehaltvolle Weine, speziell auch auf dem weißen Sektor.. Eine gesunde Ernte konnte eingebracht werden.. Auch mit Wien hat es Petrus gut gemeint, Stammersdorf einmal ausgenommen.. Dieser Teil der Bundeshauptstadt wurde von der Frostnacht vom 17.. auf 18.. Mai voll getroffen.. Hagelschläge blieben praktisch aus, und der Wettergott blieb den Weinbauern bis zur Lese gewogen.. Der verregnete Juli führte zu keinen önologischen Nachteilen.. Die Weine präsentieren sich fruchtig, gehaltvoll und hochwertig, die Menge blieb etwas unter den Erwartungen.. 2011 ist hinsichtlich des Jahrgangscharakters der Weine ähnlich, aber eben nicht gleich.. Schon die ersten Berichte der Winzer im Herbst klangen ob der Qualität der Traubenernte durchwegs positiv bis verhalten euphorisch.. Allenthalben bereiteten die Trockenheit und die Hitze im August Probleme.. Doch uneingeschränkt optimal war das Wetter auch 2011 nicht.. Nach einem teils recht strengen Winter gab es im Frühjahr mancherorts Frost bzw.. Hagel.. Während der Blüte war das Wetter jedoch schön, was einen guten Traubenansatz ermöglichte.. Die Zuckergrade legten dank eines sonnigen und warmen Spätsommers zügig zu.. Geradezu genial war der Herbst aus der Sicht der meisten Winzer.. Eine ungewöhnlich lange Schönwetterphase erlaubte große Freiheiten beim Lesetermin.. Allerdings galt es, die Säure im Auge zu behalten, ging doch der Abbau am Stock teilweise sehr rasch vonstatten.. In einigen Lagen der Südsteiermark zwang ein ungewöhnlich später Hagel im Interesse gesunder Trauben zu raschem Handeln, sprich Lese unter Aufbietung aller  ...   hat man unter Beteiligung namhafter Experten aus dem Ausland Profile definiert und herausgearbeitet.. Der steirische Typ soll frisch und fruchtig ohne übertrieben grüne Noten sein, konzentriert und lagerfähig.. Das entspricht in gewisser Weise einer Kombination aus Elementen der Neuen Welt mit solchen von der Loire.. Die Weine sollen bereits in der Jugend Trinkspaß bereiten und gleichzeitig lange halten.. Einig ist man sich außerdem, dass der Weinausbau der Lage angepasst werden muss.. Schon aus diesem Grund kann es den Einheitsstil nicht geben.. Die Steiermark hat hinsichtlich ihrer geologischen Verhältnisse fünf Lagentypen, nämlich Tonmergel, Muschelkalk, Sand bzw.. Schotter, kristalline Gesteine wie Schiefer sowie vulkanischen Untergrund.. Diese gilt es unverwechselbar und prägnant herauszuarbeiten, was natürlich umso besser gelingt, je älter die Rebstöcke werden.. Und was ist mit dem Rest von Wein-Österreich? Im Unterschied zur Steiermark stellt Sauvignon Blanc häufig ein Nischenprodukt dar, nicht selten eine private Vorliebe des jeweiligen Winzers.. Als Brot-und-Butter-Sorte fungiert der Sauvignon jedenfalls nicht.. Dennoch gibt es eine beachtliche Anzahl trinkfreudiger und sortentypischer Weine nördlich der Steiermark, und das nicht selten zu einem fairen Preis, wie ein Blick auf die Toplist bis 8 Euro bestätigt.. Der klassische Typus, sprich Ausbau im Edelstahl mit betonter Frische und Sortenanimo, überwiegt, aber auch mächtige Weine mit mehr oder weniger deutlichem Holzeinsatz standen am Start.. Verkostungsimpressionen.. Das diesjährige Siegertrio kann durchaus als repräsentativ hinsichtlich der Weinstile angesehen werden, die Sauvignon Blanc aus Österreich haben kann.. Tements Zieregg ist ungemein straff, präzise und fast fordernd angelegt.. Die Lese in einem einzigen Durchgang ist schmeckbar; dezent grün-fruchtige Noten, die jedoch in keiner Phase vordergründig sind, geben dem Wein Spiel und trotz aller Kraft eine gewisse Leichtigkeit.. Der geringe Ertrag sorgt für Dichte und Struktur, der Verzicht auf neues Holz lässt die subtilen, bodenstämmigen Noten durchscheinen.. Der Sauvignon Blanc Royal von Skoff darf ohne weiteres als Vorbild für einen internationalen, moderat holzbetonten Ausbau angesehen werden.. Struktur und herrliche Frucht wurden hier ohne jegliche Vordergründigkeit unter einen Hut zu bringen.. Das Ergebnis ist ein Wein wie in Marmor gemeißelt, lang und persistent.. Mit dem holzlastigen Royal von früher hat das nichts mehr zu tun.. Der junge Matthias List schließlich hat mit dem Grassnitzberg einen Sauvignon Blanc gekeltert, den man als klassisch im besten Sinne bezeichnen darf, als Vorzeigeobjekt solcher Machart.. Bar jeder Eichenaromen wirkt er ungekünstelt, mit tiefer Frucht und Leben.. Dieser Wein ist geradlinig und fest, Sortenanimo und Trinkspaß stehen im Vordergrund.. Ganz vorzüglich geschlagen in der Lieblingsdisziplin der Steirer hat sich der 2012er Sauvignon Blanc von Julius Klein aus Pernersdorf, der die gleiche Punkteanzahl erreicht hat wie Stefan Potzingers Joseph Ried Sulz aus dem selben Jahr oder Frauwallners Vom Buch , der Schusterberg von Wolfgang Maitz und Walter Skoffs Obegg, alle drei ein Jahr älter.. Auch Erich Lustig aus Rohrendorf bewies mit seinem eigenständigen Sauvignon Blanc Sonnleite, dass man sich nördlich der Donau bestens auf den Umgang mit dieser Rebsorte versteht, genauso wie der Kartäuserhof Stierschneider aus Weißenkirchen mit einem ungemein stimmigen Sauvignon Blanc, das Weingut Deutsch aus Hagenbrunn mit einem überzeugenden Aichleiten oder Eitzinger aus Langenlois mit einem ausgesprochen klassischen und feinen Fahnberg alle stammen aus 2012.. In der Spitzengruppe finden sich weiters die üblichen Verdächtigen wie Silberberg mit dem 2012er Meletin aus biologischem Anbau, die Domäne Skoff mit dem Jungfernhang oder Wohlmuths Meinhardt Hube mit dem 2012er Kisl.. Auch der Urlkogel des Gamlitzer Weingutes Elsnegg hat die erste Einschätzung vom Frühjahr voll bestätigt.. Ein wenig polarisiert haben der Oberglanzberg von Tschermonegg und die Methusalemreben von Kollwentz, die sich wegen ihrer zarten Restsüße derzeit etwas mollig und anschmiegsam zeigen, aber gute Perspektiven besitzen.. 17,5 Tement | 2011 Zieregg.. 17,3 Skoff Original | 2011 Royal.. 17,1 List | 2012 Grassnitzberg.. 16,7 Tement | 2011 Sernau.. 16,6 Skoff Original | 2012 Hochsulz.. 16,4 Klein | 2012 Sauvignon Blanc.. 16,4 Frauwallner | 2011 Vom Buch.. 16,4 Maitz | 2011 Schusterberg.. 16,4 Skoff Original | 2011 Obegg.. 16,4 Potzinger | 2012 Joseph Ried Sulz.. 16,3 Lustig | 2012 Sonnleite.. 16,3 Deutsch | 2012 Aichleiten.. 16,3 Kartäuserhof | 2012 Sauvignon Blanc.. 16,3 Silberberg | 2012 Meletin Bio.. 16,2 Eitzinger | 2012 Fahnberg.. 16,2 Skoff - Domäne Kranachberg | 2012 Jungfernhang.. 16,2 Elsnegg | 2012 Urlkogel.. 16,2 Meinhardt Hube (Wohlmuth) | 2012 Kisl.. 16,2 Skoff Original | 2012 Kranachberg..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home, Weinreise: Österreichs Winzersekte
    Descriptive info: Weinreise: Österreichs.. Winzersekte.. Zwischen Schampus.. und Schaumwein.. Die Sektproduktion hat in Österreich eine lange Tradition: Bereits in der ersten Hälfte des 19.. Jahrhunderts wurden mehrere Sekthäuser gegründet und im Jahr 1843 füllte der Sekt- und Weinbaupionier Robert Alwin Schlumberger, Begründer des Betriebes, der heute Markführer in Österreich ist, in Wien seine erste Charge ab.. Wesentlich jünger ist die Geschichte des heimischen Winzersektes war das Versekten doch traditionell den Weinhandelshäusern vorbehalten.. Die Pioniere.. Eine Wein- und Genussreise zum österreichischen Winzersekt muss zunächst einmal ins Krems- und Kamptal führen denn hier fing alles an.. Ich habe gerne Champagner getrunken , lacht der bekennende Hedonist Gerald Malat in Furth-Paltk, auf die Anfänge seiner Sektproduktion im Jahr 1976 angesprochen: Also habe ich gedacht: Wenn ich schon Wein mache, dann werden wir das auch zusammenbringen.. Aber natürlich war ich total ahnungslos! Was macht man in so einer Situtation? Man geht zu einem, der sich auskennt dem Kellermeister von Schlumberger, Heinz Türk.. Der gab dem Jungspund ein paar gute Tipps und zwei ausrangierte Rüttelpulte, die der von einem Tischler wieder instand setzen ließ.. Dann wurde vergoren, gerüttelt und degorgiert Letzteres mit unkonventionellen Mitteln.. Beim warmen Degorgieren waren die Verluste viel zu groß, also kaufte der Technik-Tüftler eine Tiefkühltruhe, stellte ein Wandl hinein und füllte es mit einer Wasser-Sole-Lösung.. In den so entstehenden Schnee steckte er die Flaschen kopfüber, bis die Hefe fest wurde und sich die Flaschen ohne großen Flüssigkeitsverlust degorgieren ließen.. Es funktionierte, ist aber für Großserien nur bedingt tauglich.. Die gängige Lehrmeinung war damals, dass sich Welschriesling am Besten für die Versektung eignet, also entstand der erste Malat-Sekt aus dieser Sorte.. Bei Vergleichsverkostungen, wie sie in den aufstrebenden Gastronomiebetrieben der Umgebung wie Schickh und Wagner-Bacher langsam aufkamen, konnten die Sekte von der Aromatik und der Frische her mit Champagnern mithalten aber es fehlte ihnen Fülle, Dichte und Körper.. Also unternahm Malat eine Reise in die Champange um auszukundschaften, woran es fehlen könnte.. Schnell wurde ihm klar es lag an der Sorte.. Da haben wir Chardonnay ausgepflanzt und für mich hieß es: Welschriesling ade!.. Damit war zwar die Qualitätsfrage gelöst die rechtliche aber keineswegs.. Denn eines Tages flatterte eine Anzeige eines großen Weinhändlers und produzenten, der vor allem durch seinen erstaunlichen Altweinkeller und seine latente Klagsbereitschaft bekannt war, ins Haus.. Inhalt: Die Produktion von Sekt sei ausschließlich dem Weinhandel vorbehalten.. Malat sicherte sich die Rückendeckung der Bauernkammer und ging in die Offensive: So wie ein Landwirt sein Getreide mahlen und Brot backen könne oder ein Heurigenschenker seinen selbst geräucherten Schinken verkauft, sollte es auch Winzern erlaubt sein, ihren Wein zu veredeln und als Sekt zu vertreiben.. Schützenhilfe kam aus Deutschland, wo man den so genannten Winzersekt kreierte: Österreich schloss sich dem an und somit war es den heimischen Winzern erlaubt, aus eigenen Trauben Sekt herzustellen oder diesen von anderen herstellen zu lassen.. Der Rest ist (Erfolgs-) Geschichte: Es folgten viele Auszeichnungen und die Sekte aus dem Hause Malat in weiß und rosé zählen bis heute zu den besten, feinsten und elegantesten im Lande.. Dafür gibt man sich auch alle Mühe, macht jeden Produktionsschritt im eigenen Haus und arbeitet an Feinheiten wie der Lagerung sur latte.. Dabei liegen die Flaschen auf schmalen Holzlatten gestapelt, und sind auch wenn die Vergärung den Inhalt erwärmt rundum der Kühle des Kellers ausgesetzt: Die Vergärung verläuft langsamer und so bekommt der Sekt ein feineres Mousseux.. Fein wie Champagner.. Malats Philosophie war es immer, einen Sekt nach Champagner-Vorbild zu kreieren und Willi Bründlmayer, dessen erster Sekt aus dem Jahr 1989 stammt, ging in dieselbe Richtung.. Das hatte freilich noch einen ganz persönlichen Grund.. Als meine Frau Edwige von Paris nach Langenlois kam, hat sie ihre Vorliebe für Champagner mitgebracht und nachdem wir jahrelang immer wieder ziemlich teure Champagner gekauft hatten, haben wir uns irgendwann entschlossen, das selbst zu versuchen! Mit dem Jahrgang 1989 erwischte Bründlmayer, dessen Sekt von den Weinkarten der guten heimischen Gastronomie nicht mehr wegzudenken ist, einen perfekten Start: Die Trauben waren reif, hatten aber auch viel Frische und Frucht.. Unser Ziel ist es, bei der Lese genau dieses Zeitfenster zu erwischen , erklärt Bründlmayer, aber wir haben dabei keinen Stress.. Werden die Trauben einmal zu reif, warten wir noch eine oder zwei Wochen zu und verarbeiten sie zu Stillwein.. In der Champagne können sie mit diesen Trauben nichts mehr anfangen, weil sie zu reif sind.. Für uns macht es keinen ökonomischen Unterschied und die Qualität muss so oder so stimmen.. Die Pilgerreise nach Epernay trat Bründlmayer gemeinsam mit Edwige an den 1989er Grundwein im Reisegepäck.. Die Experten in der Station Oenotechnique de Champagne waren von dessen Qualität beeindruckt und man suchte gemeinsam eine passende Hefe um diese auch ins Endprodukt zu transportieren.. Damit stand dem ersten Bründlmayer-Sekt nichts mehr im Wege.. Hauptrebsorten der Sekte Bründlmayer Brut, Rosé und Extra Brut sind Chardonnay und Pinot noir und der Stil entspricht dem von Winzer und Weingut: Fein, zurückhaltend, elegant und erfrischend aber doch auch mit Substanz.. Bei aller Liebe zum französischen Sprudel sieht der Langenloiser Paradewinzer aber doch einen Unterschied und eine Abgrenzung: Wir lesen die Trauben eine Spur reifer, damit haben wir eine bekömmlichere Säure und dass der Alkohol etwas höher ist, spielt keine Rolle, weil wir nie chaptalisieren (Zucker zusetzen) und darum immer noch in einem leicht trinkbaren, erfrischenden Bereich bleiben.. Dass andere Produzenten da eine andere Philosophie haben, stört ihn nicht, im Gegenteil: Ich denke, jeder Winzer sollte seinen Sekt so machen, wie er ihm am besten passt.. So entsteht eine Diversität des Angebots und die Sektproduzenten können unterschiedliche Kunden und Geschmäcker ansprechen.. Auch der Frage des traditionellen Handrüttelns steht Bründlmayer gelassen gegenüber: Wir machen es so.. Ich glaube zwar nicht, dass es einen erkennbaren Qualitätsunterschied ergibt, aber es steckt doch in jeder Flasche noch ein minimaler menschlicher Faktor mit drin.. Bestens sortiert.. Bei Karl Steininger, einem quasi-Nachbarn der Bründlmayers in Langenlois, ist dieser menschliche Faktor sogar auf der Flasche drauf: Alle Lagensekte und als die Produktion noch kleiner war, sogar jede Flasche tragen die persönliche Handschrift von Brigitta Steininger, die durch ihr Sprachtalent unter anderem auch dafür sorgt, dass Steininger-Weine und Sekte nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt gern getrunken werden.. An seine Anfänge mit der Sektproduktion erinnert sich Karl Steininger mit  ...   frei nach dem Motto der Wein erfreue des Menschen Herz auch im geistlichen Umfeld Feste und Feiern nicht zu kurz kommen.. Eine lange Tradition hat der Sekt im Weingut des Stiftes Zwettl, Schloss Gobelsburg.. Michael Moosbrugger hat diese wieder aufgegriffen, wobei es auch ihm von Anfang an wichtig war, den gesamten Produktionsprozess im Haus zu haben.. Es ist eine besondere Herausforderung , gesteht er, und man kann sich gar nicht vorstellen, was dabei alles passieren kann und uns auch passiert ist.. Eine Tankgärung kann man immer beeinflussen, eine in der Flasche kaum.. Sekt ist darum für ihn die Königsdisziplin und der Gobelsburg brut Reserve ein Ausdruck des gesamten Weinschaffens am Gut, der die wichtigsten Rebsorten Grüner Veltliner, Riesling und Pinot noir und großen Lagen Heiligenstein, Gaisberg, Grub und Lamm widerspiegelt.. Eine natürliche Qualitätssicherung gibt es ebenfalls im Hause in Person von Moosbruggers Frau Eva: Sie liebt guten Sekt , erklärt Moosbrugger, darum könnten wir uns gar nicht erlauben, keine Top-Qualität zu erzeugen! Jüngeren Datums ist der Sekt des Weinguts Stift Göttweig Stift Göttweig Brut , eine feine Cuvée aus roten und weißen Burgundersorten, er ebenso himmlisches Trinkvergnügen bietet wie der Jahrgangssekt Mathäi brut , das flaschenvergorene Spitzenprodukt des traditionsreichen Weinguts Stift Klosterneuburg.. Der Sekt ist ein Blanc de Blancs , ausschließlich aus Chardonnay-Trauben gekeltert und zeichnet sich darum durch besondere Finesse und feinperliges Mousseux aus.. Vielfach ausgezeichnet ist der Malteser brut aus dem Haus Lenz Moser.. Veltliner-, Chardonnay- und Blauburgundertrauben aus Mailberger Rieden ergeben einen Sekt, bei dem vor allem Frische und Fruchtigkeit im Vordergrund stehen.. Duftige Steirer Doch nicht nur in Niederösterreich gewinnt das Thema Sekt an Bedeutung.. Gerade die Steiermark mit ihren duftigen Rebsorten, allen voran dem Muskateller aber auch Welschriesling, Weißburgunder und Sauvignon blanc ist für die Sektproduktion prädestiniert.. Schon lange im Geschäft ist Georg Regele, in dessen Weingut 1953 erstmals ein Perlwein erzeugt wurde, die legendäre Platscher Perle , die es auch heute noch gibt.. Besondere Erwähnung verdient jedoch der hochfeine Blanc de blancs Chardonnay-Jahrgangssekt, mit zarten Zitrusnoten und elegantem Auftritt natürlich handgerüttelt.. Intensiv haben sich in den vergangenen Jahren auch die Brüder Erich und Walter Polz des Sekt-Themas angenommen.. Erste kost-bare Ergebnisse sind ein Brut Rosé aus Pinot noir und Zweigelt und der Brut Blanc Jahrgangssekt vom Muskateller.. Beide liegen zwei beziehungsweisse zweieinhalb Jahre auf der Feinhefe und sind Sekte mit feinem Mousseux und zurückhaltender, eleganter Frucht, der Rosé ein wenig cremiger, der Muskateller mit mehr Spritzigkeit und silbern-heller Frucht.. Geplant ist außerdem, in den alten Tscheppe-Kelleranlagen am Pössnitzberg eine eigene Sektmanufaktur einzurichten, in der die edlen Tropfen die Zeit und den Raum bekommen sollen, die sie für ihre Entwicklung brauchen.. Am Flamberg bei Hannes Harkamp prickelt es ebenfalls bereits seit einigen Jahren: Duftig mit Gelbem Muskateller, weinig mit dem Brut Rosé aus Pinot noir und Weißburgunder und nobel mit dem Brut-Reserve -Jahgangssekt, bei dem Flasche und Inhalt geleichermaßen beeindrucken.. Schillernde Gesellschaft Auch die Weststeiermark trägt ihren Teil zur prickelnden Steiermark bei, wobei hier naturgemäß der Schilcher im Mittelpunkt steht.. Bereits im Jahr 1899 wurde in Stainz erstmals ein Schilchersekt produziert in unserer Zeit war es Günter J.. Müller von der Domäne Müller, der diese Tradition als Erster wieder aufgegriffen hat und bis heute einen ausgezeichneten Vertreter dieser Gattung keltert.. Die Frische und Säure der Blauen Wildbachertrauben kommen gerade der Versektung besonders zu Gute.. Das hat auch Christian Reiterer erkannt, dessen Schilcher-Imperium nicht zuletzt auf Schaumweinen basiert.. Der Schilcher-Frizzante, ein perfekter Sommer-Drink und Aperitif, ist das wichtigste Produkt und mit seinem Schilcher-Sekt hat er bereits jede Menge Auszeichnungen eingeheimst.. Abgerundet wird das Sparkling-Sortiment durch den R R brut eine Sektkooperation mit seinem Südtiroler Namenskollegen, Sepp Reiterer.. Blauer Wildbacher, Pinot noir und Pinot blanc ergeben nach dreijähriger Flaschenreifung einen besonders cremigen Sekt, dem es trotzdem nicht an Frische fehlt.. Erwähnt werden soll außerdem die Wein- und Sektmanufaktur Strohmeier.. Franz Strohmeier betreibt seinen Betrieb voll biologisch, was in der Steiermark eine Herausforderung ist und produziert eine Reihe von Schilcher-Sekten von einer Null-Dosage bis zu 8 Gramm also immer noch brut.. Strohmaier versektet auch für seinen Nachbarn, Eduard Oswald, vom Weingut Trapl.. Der Schilcher Sekt 2009 Ried Lestein liegt 21 Monate auf der Hefe, wird handgerüttelt und ist mit seiner Cremigkeit und Finesse ein wahrer Edelstein unter den Schilchersekten.. Und wenn der Hausherr gut gelaunt ist, öffnet er die Flasche draußen im Garten mit dem Säbel, wie es sich gehört.. Sabré!.. So geht Sekt Am Anfang steht der Sekt-Grundwein , der aus gesunden, frischen und fruchtigen Trauben gekeltert werden sollte.. Dieser Grundwein kann sofort nach Abschluss der alkoholischen Gärung für die Versektung herangezogen oder noch z.. B.. in Fässern gelagert werden um ihm zusätzliche Reifetöne zu verleihen.. Der Sekt-Grundwein wird nun reinsortig oder als Assemblage verschiedener Sektgrundweine in Flaschen gefüllt und dort durch Zugabe der Tirage (Fülldosage), einem Gemisch aus Zucker und Hefe zur zweiten Gärung gebracht klassische Flaschengärung.. Alternative Methoden sind das Transvasierverfahren (Vergärung in einer speziellen Gärflasche und Entfernen der Hefe durch Filtration) und das Tankgärverfahren (Méthode Charmat).. Nach Abschluss der Flaschengärung und einer entsprechenden Reifezeit auf der Hefe (bei Flaschengärung mindestens neun Monate) wird die Hefe abgerüttelt , sodass sie sich im Flaschenhals sammelt.. Traditionell durch die Handrüttel-Methode am klassischen Rüttelpult heute aber vielfach mit speziellen Maschinen, die in einer Gitter- oder Holzbox einige hundert Flaschen gleichzeitig rütteln.. Beim Degorgieren wird schließlich meist in einem Kältebad der Hefepropfen entfernt.. Vor dem endgültigen Verschließen wird durch Zugabe der Versand-Dosage aus einer Zuckerlösung oder Süßwein der Süßegrad des Sektes eingestellt.. Anschließend wird er mit einem Korken verschlossen, der durch ein Drahtkörbchen (Agraffe) gesichert wird.. Sekt wozu? Wozu trinkt man Sekt überhaupt? Zu einem besonderen Anlass natürlich.. Als Aperitif wunderbar.. Eine schöne Anregung von Peter Szigeti: Eine Magnum! Speziell im Restaurant aber auch, wenn mehrere Gäste da sind.. Und keine Angst: Fachgerecht verschlossen lässt sich ein Sekt noch ein, zwei Tage gut trinken, im Gegenteil: die Säure wird weicher und der Charakter insgesamt cremiger und harmonischer.. Sekt ist aber auch zu allen Desserts mit Obst und Früchten fast immer der bessere Begleiter als Süßwein und obendrein eine willkommene Erfrischung für den Gaumen am Ende eines Menüs.. Dasselbe gilt für Sorbets und wenn man Sekte mit unterschiedlichem Charakter zur Verfügung hat, lässt sich damit ohne weiteres auch ein mehrgängiges Menü begleiten..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home, Verkostung Riesling 2012
    Descriptive info: Verkostung Riesling 2012.. Fruchtcharme gefragt.. Vielfach hoch gelobt, war 2012 dank des heißen, trockenen und sehr sonnenreichen Wetters ab August bereits der zweite früh- und hochreife Jahrgang in Folge.. Den günstigen Bedingungen und der langen Reifeperiode entsprechend konnte allerorts hochgradiges Traubenmaterial in Hülle und Fülle eingebracht werden, was für die niederösterreichischen Sortenklassiker in dem flächenweise vom Spätfrost betroffenen Bundesland in besonderer Weise galt.. War das kräftige Segment also bestens abgedeckt, so war es im mittelgewichtigen Bereich schon deutlich schwieriger, galt es doch Frische, Frucht und moderate Zuckerreife (folglich Alkoholgehalt) mit entsprechender physiologischer Reife zu verbinden.. Hier waren oft wenn auch nicht generell, wie unsere Verkostung gezeigt hat die kühleren Lagen im Vorteil.. Von seiner Charakteristik her schien der Riesling gegenüber dem Veltliner auf ersten Blick im Vorteil zu sein, weist die Sorte doch stets eine höhere Säure, dafür geringere Zuckergradation auf.. Doch war es gerade bei dieser Sorte nicht einfach, jene Balance zwischen frischer Frucht und adäquater Reife zu finden.. Potenziell problematisch waren vor allem Trockenheit und die vielerorts sehr intensive Sonneneinstrahlung.. So war äußerst penible Weingartenarbeit gefragt, sowohl in Sachen Bodenbewirtschaftung, als auch in Sachen Laubmanagement.. Frühzeitiges Freistellen der Trauben konnte zu erhöhter Gerbstoffeinlagerung sowie Sonnenbrand führen, andererseits bestand bei allzu stark beschatteten Trauben wieder die Gefahr, dass die Beeren bei der Lese noch physiologisch unreif waren, vor allem wenn diese zu früh angesetzt wurde.. Für Willi Bründlmayer ergeben in solchen klimatischen Situationen nur Trauben, die im Halbschatten gewachsen sind, Weine mit der richtigen Balance.. Wie schon beim Jahrgang 2011, ist Gerbstoff häufiger Begleiter der 2012er-Weißweine, wobei das keinesfalls als prinzipiell negativ gesehen werden soll ganz im Gegenteil: Soferne die Einzelkomponenten wohlausgewogen sind, hat Gerbstoff gerade in hitzigeren Jahren oft einen positiven Einfluss auf die Struktur der Weine; das  ...   Sortenvertreter zeigten, was bei Riesling in dieser Kategorie möglich war, jedoch dürfte neben gewissenhafter vitikultureller Arbeit, die zweifellos von sehr vielen Betrieben praktiziert wurde, auch ein Quentchen Glück mitgespielt haben.. Jedenfalls waren wir von den hier gezeigten Qualitäten sehr angetan, und die Spitzengruppe wusste überhaupt zu begeistern.. Vergleicht man die Mittelgewichts-Finali der beiden niederösterreichischen Klassiker Riesling und Veltliner, so scheint es doch so zu sein, dass die besten mittelgewichtigen Rieslinge 2012 ihre Veltliner-Brüder übertreffen dürften zumindest im Kabinett-Bereich.. Die Spitzenplätze wurden fast durchwegs von renommierten Betrieben erreicht, wobei Kamptal und Kremstal eine dominante Stellung einnehmen; bester Wachauer ist Rixinger aus Gut am Steg bei Spitz als Zehnt-Platzierter.. Den Sieg sowie eine weitere Top-Five-Platzierung sicherte sich das Weingut Bründlmayer mit Steinmassel und Heiligenstein zwei Rieslinge komplett unterschiedlicher Stilistik, von denen derzeit der klassischere Steinmassl Anfang Juli besonders brillieren konnte.. Knapp dahinter landeten mit Silke Mayr vom Droßer Vorspannhof und dem gebürtigen Gedersdorfer Walter Buchegger ein schon viele Jahre lang liiertes Winzerpaar, das zwar eine gemeinsame Betriebsstätte besitzt, sich jedoch durch ganz eigenständige Weinlinien auszeichnet.. Knapp dahinter folgen mit Engelbrecht dieser weniger bekannte Etsdorfer, der in den letzten Jahren immer öfter aufzeigt, sei hervorgehoben , Bründlmayer, Steininger und Jurtschitsch drei weitere Kamptaler, denen mit Dockner, Nigl und Edlinger wieder drei Winzer aus dem Kremstal folgen.. 17,3 Weingut Bründlmayer | Steinmassel KA.. 17,0 Vorspannhof Mayr | Kremsleithen KR.. 16,8 Walter Buchegger | Tiefenthal KR.. 16,7 Weingärtnerei Engelbrecht | Stoakammerl II.. Lese KA.. 16,5 Weingut Bründlmayer | Heiligenstein KA.. 16,2 Karl Steininger | KA.. 16,1 Jurtschitsch | Platin KA.. 16,0 Winzerhof Dockner | Antonius KR.. 16,0 Martin Nigl | Dornleiten.. 15,9 Josef Edlinger | Göttweiger Berg KR.. 15,8 Weingut Rixinger | Kalkofen Federspiel.. 15,8 Johann Topf | Wechselberg KA.. 15,8 Franz Proidl | Rameln KR..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home, Vinarium: Fête blanche
    Descriptive info: Vinarium: Fête blanche.. Weißwein und Süßwasserfisch.. Sicher, Sommer ist klassische Grillzeit, aber eben nicht nur.. Flimmert die Hitze, können die Steaks und Würste schwere Jungs werden.. Leichtere Varianten sind dann willkommen, und wenn schon Eiweiß, am besten Fisch.. Für unser Vinarium suchten wir allerdings keine weitgereisten Exoten.. Nicht zu Unrecht sind ökologische Fußabdrücke mit der Dimension von Basketballerschuhen out, Fische mit schlichterem Image wieder im Trend.. Was für heimische Süßwasserfische spricht? Die Frische, kurze Lieferwege, gesunde Produkte, der Geschmack und im Idealfall die naturnahe Haltung.. Soll heißen, die Fische durchlaufen einen dreijährigen Zyklus, deshalb werden sie auch als dreisömmrig bezeichnet.. Genügend Lebensraum, naturnahe Teichpflege, Beifutter in Form von Feldfrüchten und Friedfischen als Raubtierfutter bzw.. Verzicht auf Futtermittel mit Fischmehlanteil garantieren Zuchtfische mit bester Qualität.. Ein schönes Feld für Johann Schmutzer, der sich in sechs Rezepten Gedanken zum Süßwasserfisch machte.. Bisher war der Schmutzer in Winzendorf vor allem für seine traditionellen Gerichte bekannt: Schnitzel, Backhendl, Beuschel und alles, was zur gehobenen österreichischen Klassik gehört, sind seit Jahrzehnten die Visitenkarte.. Junior Johann Schmutzer entwickelt diese Küche gerne weiter und wertet sie teils mit internationalen Ideen auf.. Die Tiefenschärfe holte sich der 29-Jährige in Deutschland, zwei Jahre bei Dreisternekoch Claus-Peter Lumpp im Restaurant Bareiss in Baiersbronn und vier Jahre bei Dreisternekoch Thomas Bühner im La Vie in Osnabrück.. Der junge Küchenchef entschied sich für Fischkreationen, die sich teilweise auch auf der Gasthauskarte finden.. Der Stil: klar, präzise, nachvollziehbar und auf wenige Komponenten konzentriert.. Je nach Zutaten und vor allem Saucen würde sicher der eine oder andere Rotwein einen guten Partner abgeben, speziell bei gegrillten oder gebratenen Fischen können leichte, fruchtige Rote eine reizvolle Option sein.. Für unser Vinarium entschieden wir uns aber für Weißweine, schon allein wegen der Sommertemperaturen.. Was sie noch prädestiniert: Schlankheit und Mineralität können zu pochierten Fischen passen, die Säure zum Beispiel zu Tomaten, Barrique-Reife zu Räucherfischen, Restsüße zu asiatischen Aromen.. Die Palette der Fische reichte von dezenten Vertretern wie Lachsforelle, Alpenlachs Seesaibling und Zander bis zu selbstbewussteren und fettreicheren Fischen wie Aal, Waller und Stör.. Als Begleiter im Glas stellten wir eine breite Palette an die Seite, teilweise jung, teilweise schön gereift.. Ein saftiger Schilcher und ein Welschriesling mit typischem Säuregerüst aus der Südoststeiermark waren von der rassigen Abteilung dabei.. Der Muskateller aus dem Neusiedlersee Hügelland war ein fruchtiger Sortenvertreter ohne steirisch-rassige Säure.. Ein junger cremig-schmelziger Grüner Veltliner vom Wagram war genauso dabei wie zwei Rieslinge: ein 2006er aus dem Traisental und ein Wachauer mit gut eingebundenem Restzucker.. Weiters im Einsatz ein klassisch steirischer Sauvignon mit steinigen, grünwürzigen Aromen und ein attraktiv gelbfruchtiger Chardonnay aus dem Kamptal, zum Schluss noch ein kraftvoller, fruchtsüßer Grauburgunder aus Südoststeiermark.. Aal mit Joghurtgelee und Wakame-Algen.. Zu Beginn  ...   der Tomate hatte seine Süße einige Anknüpfungspunkte, mit dem Fenchel weniger.. Waller mit Asia-Gemüse und Marillen.. Eine weinaffine Kreation.. Auch wenn der Schilcher eher ein Experiment war, hier hatte er seinen Auftritt, die Säure präsentierte sich wohltuend dezent.. Der Welschriesling setzte sich mit seiner Fruchtigkeit ganz gut in Szene, die jugendliche Frische des Grünen Veltliners passte zur Marille und arrangierte sich auch mit dem Sesamöl.. Der Star war der Grauburgunder, sehr gut diese Rauchigkeit und der erdige Waller.. Zu einem Alleskönner entwickelte sich der Chardonnay, auch im asiatischen Umfeld behauptete er sich wieder.. Immer wenn Asia-Aromen ihren Auftritt haben, ist auch der liebliche Riesling einen Versuch wert.. Hier ein gelungener, das Süß-Säure-Spiel funktionierte perfekt.. Zander mit Kohlrabi, Stampferdäpfeln und Eisenkraut.. Ein feines Sommergericht, dieser feinfleischige Zander mit den Gemüsen.. Altweine taten sich daher schwer und wirkten zu ruppig.. Mit einer Ausnahme: der 2006er-Riesling hätte zwar mit dem Zander harmoniert, über den Kohlrabi fuhr er aber drüber.. Der Schilcher wäre mit seiner Frucht okay gewesen, die bessere Wahl bei den Jungweinen war der Grüne Veltliner Frucht und Kohlrabi gingen fein zusammen.. Die beste Variante ergab sich mit dem Sauvignon, Festigkeit und Länge waren die Pluspunkte.. Fast schon langweilig, aber trotzdem muss es gesagt werden: Wieder passte der Chardonnay, ein Dauerschmeichler; obwohl er diesmal nicht ganz so glänzte wie mit den anderen Gerichten.. In Buttermilch gegarter Alpenlachs mit Pulpo und Erbsenschoten.. Allein der Pulpo war ein Gedicht, cremig, fest und zart zugleich.. Zusammen mit dem Alpenlachs ergab sich eine interessante Kombination aus Süßwasserfisch und Meeresfrucht.. Eine selektive Kreation, Weine mit hohen Säurewerten wie der Schilcher oder der Welschriesling taten sich schwer.. Jugendlichkeit prinzipiell war aber kein Hindernis, wie man beim Grünen Veltliner sah, der sich mit Griffigkeit und Struktur bewährte.. Natürlich hatte auch der Alleskönner Chardonnay wieder seinen Platz mit Frische und Jugendlichkeit, der ältere Grauburgunder dagegen entwickelte sich zu vierschrötig.. Auch mit der Süße des Rieslings aus der Wachau konnte das Gericht nichts anfangen.. Stör mit Roter Rübe und Petersilienöl.. Zwei Hürden waren für die Weine zu nehmen: das Fett des Störs und die Süße der konzentrierten, fast schon sirupartigen Roten-Rüben-Sauce.. Säure fühlte sich hier wohl, daher freundete sich der Schilcher gut mit dem Stör an.. Der Grüne Veltliner konnte bei Fett und Süße mit seiner schmelzig-cremigen Art punkten.. Der Riesling mit seiner Rauchigkeit und die sämige Sauce waren ein harmonisches Paar, auch der Chardonnay mit seiner runden Gelbfruchtigkeit konnte mit Stör und Rüben mithalten, allerdings nicht ganz so gelungen wie in den fünf Gängen davor.. Den lieblichen Riesling genoss man am besten mit einem Schwung Sauce.. Die Säure des Weins und die Süße der Roten Rüben verstanden sich blendend, zum Abschluss also ein klassisches süß-sauer-Spiel..

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  • Title: Vinaria | aktuelles Heft, Home, Weinwissen: Bioregulatoren
    Descriptive info: Die Quadratur des Kreises?.. Bioregulatoren im Pflanzenschutz.. Wäre es nicht wunderbar, in einem Aufwaschen die Traubenfäulnis zu bekämpfen und gleichzeitig den.. Ertrag zu regulieren? Moderne Bioregulatoren kommen.. diesem Ziel schon recht nahe.. In Weinbauregionen mit viel Niederschlag ist Botrytis ein Problem.. Je kompakter die Trauben, desto leichter hat es der Fäulnispilz.. Lockerbeerigkeit ist also gefragt.. Damit sorgt man gleichzeitig für Ertragsreduktion.. Eine der bekannten Möglichkeiten besteht darin, die Trauben in einem frühen Reifestadium zu halbieren, damit die verbleibenden Beeren mehr Platz haben, sich nicht gegenseitig quetschen und Feuchtigkeit leichter auftrocknet.. Das erfordert jedoch einen hohen Arbeitseinsatz, denn jede Traube muss händisch abgezwickt werden.. Schön wäre es, wenn man sich durch ein Spritzmittel diese Mühe ersparen könnte.. Gibberelline beispielsweise machen es möglich.. Vor einigen Jahren haben wir über deren Wirkungsweise und Einsatz berichtet.. Mittlerweile hat die Weinwirtschaft Erfahrungen mit diesen Phytohormonen gesammelt.. Bioregulatoren.. In der ersten Hälfte des 20.. Jahrhunderts wurden in Japan aus dem Pilz Gibberella fujikuori, der Reispflanzen befällt und sie schädigt, Wachstumshormone isoliert.. Diese Diterpene gehören zur Gruppe der Gibberellinsäuren (englisch gibberellic acid, abgekürzt GA).. Die Gibberelline führten zu einem starken Wachstum der Reispflanzen, die allerdings bereits vor der Blüte abknickten.. Seither wurden mehr als 120 chemisch ähnliche Substanzen gefunden.. Diese Phytohormone kommen auch natürlich in Pflanzen vor, unter anderem in Blüten und Samen.. Schließlich kamen die Forscher auf die Idee, Versuche an Obst- und Rebkulturen durchzuführen.. Das dritte der entdeckten Gibberelline, GA3, wurde bereits in den Fünfzigerjahren zur Erhöhung des Beerengewichts und zur Streckung des Stielgerüsts beim Anbau von Tafeltrauben eingesetzt.. Die Traubenmasse hingegen sank.. Deshalb war die Anwendung im Weinbau damals nicht attraktiv, denn Ertrag stand an oberster Stelle.. Erst als in dieser Hinsicht ein Umdenken stattfand, wurden die Gibberelline wieder interessant.. Bei samenhaltigen Traubensorten führt eine Spritzung zum Zeitpunkt der Vollblüte zu erhöhter Verrieselung, die betroffenen Beeren werden abgestoßen.. Man nimmt an, dass die Gibberellinsäure zur Samendegeneration führt oder die Pollenkeimung hemmt.. Dabei zeigen die einzelnen Rebsorten große Unterschiede, deren Ursachen noch nicht völlig erforscht sind.. Das Produkt mit dem Handelsnamen Progibb 40 SG erhält heuer, wie auch schon 2012, eine beschränkte Zulassung nach § 13 des österreichischen Pflanzenschutzgesetzes.. Der Wirkstoff ist GA3.. Die Anwendung ist auf die Rebsorten Zweigelt, Pinot Noir, Blauburger, Grüner Veltliner, Chardonnay, Grauburgunder, Weißburgunder und Muskateller beschränkt.. Ausgesprochen empfindlich reagiert Sauvignon Blanc auf eine Behandlung mit GA3, weshalb vor Applikationen dringend abgeraten wird.. Da die natürliche Neigung zur Verrieselung verstärkt werden kann, ist bei der Anwendung in Weingärten mit überdurchschnittlichem Wachstum generell Vorsicht angebracht.. Die besten Ergebnisse haben sich bislang in der Familie der Burgunder gezeigt.. Ein anderer Bioregulator auf der Basis des Wirkstoffes Prohexadion-Calzium ist unter dem Handelsnamen Regalis seit dem Jahr 2010 regulär zugelassen.. Prohexadion-Ca hemmt bestimmte Schritte in der Gibberellin-Biosynthese, etwa die Samenkeimung oder das Streckungswachstum der Sprossachse.. Man nimmt an, dass es zu einer Beeinträchtigung der Befruchtungs- und Zellteilungsprozesse während und nach der Blüte kommt.. Bei Weinreben führt die Applikation von Regalis in die Blüte zu einer Reduktion des Fruchtansatzes und damit zur Auflockerung der Traubenstruktur.. Sowohl die Anzahl der Beeren pro Traube als auch das Gewicht der einzelnen Beeren nehmen ab.. Dadurch werden vor allem bei kompakten Rebsorten das gegenseitige Abquetschen der Beeren und damit einhergehende Verletzungen der Beerenhaut mit nachfolgendem Fäulnisbefall deutlich reduziert.. Bei schwachwüchsigen Trieben ist Vorsicht geboten; Berostungen, Internodienverkürzungen und abgestorbene Triebspitzen wurden schon beobachtet.. Erste erfolgreiche Versuche mit diesem Wirkstoff wurden bereits vor mehr als zehn Jahren in den USA durchgeführt.. In Österreich dürfen Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Pinot Noir, St.. Laurent, Zweigelt, Blauer Portugieser, Sauvignon Blanc, Traminer, Riesling, Sämling 88, Müller-Thurgau und Gutedel mit Regalis behandelt werden.. Vor allem bei Sauvignon Blanc zeigt dieser Bioregulator seine Stärken.. Bei starkem Fäulnisdruck ist die Anwendung von Bioregulatoren alleine oft nicht ausreichend.. Weil sie für lockerbeerige Trauben sorgen, gelangen zu einem späteren Zeitpunkt gespritzte, konventionelle Botrytizide  ...   kg/ha in 400-600 l Wasser als optimal erwiesen.. Der Zusatz von Zitronensäure verbessert die Wirkung.. Eine Überdosierung führt zu ungleich ausgereiften Beeren.. Der beste Effekt hinsichtlich kleiner Beeren stellt sich ein, wenn die Lösung unmittelbar nach der Blüte ausgebracht wird.. Wenn man bedenkt, dass kleine Beeren zu farbintensiven und tanninhaltigen Weinen führen, dürfte diese Erkenntnis besonders bei roten Rebsorten interessant werden.. Die Behandlung mit Regalis ist umso erfolgreicher, je kompakter die natürliche Traubenstruktur ist.. Kombinationen Wie bereits angedeutet, wirken konventionelle Botrytizide wesentlich besser, wenn die Trauben lockerbeerig sind.. Aus diesem Grund ist die Kombination von Bioregulatoren mit solchen Pilzgiften sehr effizient.. Aber auch die Entblätterung im Nahbereich der Trauben führt bekanntermaßen zu Lockerbeerigkeit.. Wahrscheinlich ist die dadurch verringerte Assimilationsfläche für diesen Effekt verantwortlich.. Die Beeren werden so während und nach der Blüte schlechter mit Nährstoffen versorgt.. Das bremst die Befruchtungs- und Zellteilungsprozesse merklich ein.. Am lockersten wurden die Beeren, wenn Regalis mit der Entblätterung nach der Blüte kombiniert wurde.. Auf den derart provozierten Stress reagiert die Pflanze mit einem Selbstschutz-Mechanismus; sie wirft einen Teil der Beeren einfach ab.. So kommt es zu einer starken Verrieselung.. Der dadurch erzielte Effekt in der Fäulnisbekämpfung ist wesentlich ausgeprägter als bei Anwendung eines Bioregulators oder eines Botrytizids alleine.. Die Erklärung ist einfach: das Fehlen der Blätter erleichtert das Trocknen der Beeren durch Wind und Sonne.. So haben es die Fäulnispilze wesentlich schwerer.. Stärkere Sonnenbestrahlung führt darüber hinaus zu dickeren Beerenhäuten, welche der Fäulnis naturgemäß mehr Widerstand entgegensetzen.. Und schlussendlich gelangen Spritzmittel leichter und besser an die Beeren, was den positiven Effekt zusätzlich verstärkt.. Eine positive Nebenwirkung der verminderten Assimilationsleistung besteht darin, dass die Beeren bis zur Ernte vergleichsweise klein bleiben.. Hand in Hand mit der Entblätterung geht üblicherweise eine moderate Ertragsreduzierung, die erfahrungsgemäß etwa 10 % ausmacht.. In Kombination mit einem Bioregulator kann eine recht beträchtliche Ausdünnung erzielt werden kann; Studien berichten von durchschnittlich 25 %.. Botrytizide sind in dieser Hinsicht wirkungslos.. Es liegt auf der Hand, dass die Entblätterung der Traubenzone mit hohem Arbeitsaufwand verbunden ist.. Deshalb ist die Kombination dieser Maßnahme mit Bioregulatoren und Botrytiziden vor allem dort angebracht, wo die Kosten über den Verkaufspreis wieder hereingebracht werden können, sprich im Segment der Premium-Weine.. Fäulnis stellt auch immer eine sensorische Gefahr dar, da sie im Zuge der Gärung zu Fehltönen führen kann.. Nicht selten muss die Lese vorgezogen werden, wenn dieses Damoklesschwert über den Weingärten hängt.. Auf die physiologische Reife, die für den Geschmack und die Haltbarkeit eines Weines so wichtig ist, kann dann nicht gewartet werden.. Somit ist die Anwendung von kombinierten Maßnahmen zur Fäulnisprävention ein wichtiger Faktor, um die Reifephase in witterungsmäßig heiklen Jahren zu verlängern.. Ein Teil des zusätzlichen Arbeitsaufwandes kommt durch schnellere Lese wieder herein, weil die Trauben kaum bis gar nicht aussortiert werden müssen.. Alle Probleme beseitigt?.. Halten wir fest: In den letzten Jahren wurden umfangreiche Erfahrungen mit Bioregulatoren gesammelt.. Nach den bisherigen Erkenntnissen dürften sie pflanzenphysiologisch unbedenklich sein.. Sie sind in der Lage, sowohl den Ertrag zu reduzieren als auch der Fäulnis vorzubeugen.. Manche Rebsorten sprechen sehr gut an, indem die Trauben lockerer und leichter werden, manche Varietäten reagieren kaum oder nicht in der gewünschten Art und Weise.. Ein Wermutstropfen ist auch der große Streubereich der Wirkung innerhalb der einzelnen Sorten.. Das Zeitfenster für die optimale Spritzung ist sehr schmal, was die Anwendung der Bioregulatoren erschwert.. In Kombination mit entblätterten Traubenzonen werden die Effekte der Ertragsreduzierung und der Fäulnisresistenz deutlich verstärkt.. Setzt ein Winzer zusätzlich Botrytizide ein, sinkt die Fäulnisgefahr signifikant.. Damit wäre die Welt doch in Ordnung, oder nicht? Die Kehrseite der Medaille besteht in den Kosten für die Präparate einerseits und im zusätzlichen Arbeitsaufwand andererseits.. Das bedeutet, dass die Quadratur des Kreises für das preisgünstige Basissegment im Weinbau bislang nicht gelungen ist.. Auf den großen Durchbruch im Weinbau wird man wohl noch ein wenig warten müssen..

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